Wie eine aktuelle Stimmungsuntersuchung unter rund 2200 Journalisten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien ergeben hat, wird der Spagat zwischen redaktioneller Freiheit und wirtschaftlichem Druck für Journalisten zunehmend schwieriger. Rund 60 Prozent arbeiten in ihrem Beruf unter (teils erheblichem) ökonomischem Druck. In acht von zehn Fällen hat sich dieser in den letzten Jahren verschärft, ein Drittel berichtet sogar über einen deutlich stärkeren Druck als noch vor ein paar Jahren. Am meisten davon betroffen ist der Online Journalismus. Dafür verantwortlich sind laut Umfrage-Ergebnis vor allem Anzeigenkunden, aber auch von Herausgeber-, Chefredakteur- bzw. Eigentümerseite werde Druck ausgeübt. Die Leidtragenden sind aber nicht nur die Journalisten, sondern vor allem auch die Leser. Sieben von zehn Betroffenen fühlen sich durch das Ökonomie-Diktat in ihrer beruflichen Tätigkeit eher bis stark negativ beeinflusst. 28,6 Prozent der Betroffenen berichten, dass der wirtschaftliche Druck direkt auf ihre journalistische Berichterstattung Einfluss nimmt, Hauptproblem: Journalistische Inhalte werden zunehmend zum Umfeld für Werbekunden. Jeder zweite Befragte sieht die journalistische Qualität in Gefahr.
Durchgeführt wurde die Studie von Marketagent.com (www.marketagent.com), einem Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum, in Form von Online-Interviews mit der CAWI-Methode (Computer Assisted Web Interviews) im Zeitraum vom 9. September bis zum 4. Oktober 2010.
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Studie zu den Arbeitsbedingungen von Journalisten
Tue, 2010-11-09 14:22 — Charlotte Janis...
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