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Die New York Times lotet sämtliche Formate aus
Wed, 2008-04-09 00:00 — WAN-IFRA
- Article ID:
- 5749

Der New York Times Reader hat mit seiner vortrefflichen Übertragung und Darstellung von Inhalten und Werbung für einiges Aufsehen gesorgt und liefert ein recht überzeugendes Beispiel dafür, wie sich die elektronisch verbreitete Zeitung in Zukunft darstellen könnte. Falls Sie den New York Times Reader noch nicht ausprobiert haben sollten, registrieren Sie sich für ein kostenloses 30-
Robert Z. Samuels ist verantwortlich für sämtliche Mobilprodukte der New York Times (Mobile Web, Times Reader, Client-
IFRA: Im Unterschied zu vielen kleineren Marktakteuren verfügt die NYT über die nötigen Ressourcen, um Content auf vielen, wenn nicht auf allen neuen Plattformen zu verbreiten, die zurzeit um Inhalte konkurrieren. Gibt es ein einfaches Verfahren, um das zu erreichen, oder mussten Sie das Rad mit jedem neuen E-
Robert Z Samuels: Uns stehen zwar genügend Ressourcen zur Verfügung, doch wir achten darauf, so weit wie möglich vorhandene Technologien und Tools zu nutzen, indem wir mit Unternehmen und Plattformen kooperieren, die einen soliden Fahrplan und eine große Anwenderbasis aufweisen, um nach Möglichkeit eine Vielzahl von Plattformen zu erreichen, ohne unterschiedliche Versionen kreieren zu müssen. Deshalb haben wir die Entwicklung auf einer Microsoft-
IFRA: Die NYT erscheint auf verschiedenen Plattformen, u.a. auf dem Kindle von Amazon. Aber hat nicht das Handy für Zeitungen dringlichere Priorität?
R. Z. Samuels: Das Handy ist mit Sicherheit stark im Kommen. Die Anzahl der Page Views auf unserer mobilen Website ist im Zeitraum Januar bis Dezember 2007 von 500.000 auf 9,8 Millionen gestiegen, was sich meines Erachtens auf verschiedene Ursachen zurückführen lässt, u.a. auf unsere Beziehungen zu Handy-
IFRA: Spielte das iPhone dabei eine Rolle?
R. Z. Samuels: Für den Abruf der NYT-
IFRA: Bedeutet dies, dass Zeitungsverlage zahlreiche Versionen ihrer elektronischen Produkte entwickeln müssen?
R. Z. Samuels: Nicht unbedingt. Sie benötigen möglicherweise eine reguläre Website und eine mobile Version, die unterschiedliche Formate für Blackberries, Trios und iPhones darstellen kann, ohne dass zwangsläufig die Vorteile von Features wie umschaltbare Hochformat/Querformat-
IFRA: Um auf den NYT Reader zurückzukommen – er hebt sich nicht nur durch einen nahtlosen Seitenübergang ab, sondern auch durch das Fehlen von aufdringlicher Pop-
R. Z. Samuels: Zu den Vorteilen des NYT Reader gehört auch, dass kein Inhalt durch vertikales oder horizontales Scrollen verdeckt wird und somit auch keine Anzeigen verdeckt werden. Daher ist der Bedarf an Pop-
IFRA: Was hat der Reader sonst noch an Neuem zu bieten, das sich von einem typischen Web-
R. Z. Samuels: Einige der von uns gebotenen Features gibt es nur beim Reader, wie beispielsweise einen Artikel-
IFRA: Gab es Rückmeldungen von Lesern, die Sie überraschten?
R. Z. Samuels: Es hat uns zwar nicht unbedingt überrascht, aber unerwartet hohen Erfolg haben wir bei der großen Anzahl von Nutzern mit eingeschränktem Sehvermögen. Die Möglichkeit, die Schrift einfach vergrößern zu können, hat uns viel positive Rückmeldungen eingebracht und macht es auch leichter, die Times von Bildschirmlesesoftware vorlesen zu lassen.
IFRA: Was kommt von dem Reader sonst noch gut an?
R. Z. Samuels: Eindeutig das Premium-
IFRA: Und der nächste Schritt? Was würden Sie als Nächstes angehen, um den Reader um neue Features zu erweitern?
R. Z. Samuels: Der nächste Schritt besteht darin, mehr Echtzeit-
Das Interview führte Steve Shipside.
