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Interview mit Torsten Börner, Vorstandsmitglied der HUP AG

Thu, 2008-10-16 00:00 — WAN-IFRA

Article ID:
7287

IFRA: Welche Teile des Geschäfts deckt die Business-Lösung von HUP ab?

Torsten Börner: HUPs Business-Lösung deckt für Tageszeitungs- und Zeitschriftenverlage die Bereiche Vertrieb und Logistik (einschließlich GIS), Anzeigen (einschließlich Beilagenverwaltung) und Redaktion, Rechnungswesen und CRM sowie einige andere spezielle Bereiche, wie die Leserreisenverwaltung, ab.

IFRA: Was ist die Systemarchitektur?

T. Börner: Die Verlagssysteme der HUP AG basieren auf einer modernen Drei-Schichten-Architektur unter Verwendung von Clients, Anwendungsservern und einer Datenbank. In der Regel laufen die Clients und Anwendungsserver auf Windows-Plattformen, der Datenbank-Server kann von Oracle (unter Windows oder Linux) oder ein SQLServer (der auch unter Windows läuft) sein.

WebServices und Web-basierte Anwendungen sind plattformunabhängig.

Die angewandte Technologie (eigene Systematik mit der Bezeichnung „p6“) bietet die Möglichkeit, Codes einmal zu schreiben und die gleiche Business-Logik und Bedienoberflächen in Web-Browsern und auf Fat Clients zu nutzen – selbst unter Verwendung verschiedener Betriebssysteme sowie in bekannten Windows-gestützten Umgebungen.

Die Software ist skalierbar und bietet die Möglichkeit, Prozessläufe auf einem oder mehreren zentralen Servern (Anwendungsserver) zum Zwecke einer schnellen und Client-unabhängigen Verarbeitung auszuführen oder gleichzeitige Prozessläufe auf mehreren Clients (z.B. mehrere zeitgleiche Simulationen der Auswirkungen von verschiedenen Änderungen in der Logistikstruktur).

Die einzigartige Publishing-Lösung ist modular aus sechs Systemen aufgebaut, die auf einfache Weise miteinander kombinierbar sind:

- Vertrieb (Abonnenten- und Einzelvertrieb)

- Logistik

- Redaktion

- Anzeigenmanagement

- CRM

- Buchhaltung

IFRA: Wo hat HUP seine Kunden?

T. Börner: Die meisten unserer Kunden haben ihren Unternehmenssitz in Deutschland, doch wir haben auch Kunden in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und selbst außerhalb Europas in Brasilien und Südafrika.

IFRA: Welches sind die größten Herausforderungen oder Anforderungen, die von Seiten der Verlage an Business-Systeme gestellt werden?

T. Börner: Die größte Aufgabe, die sich einem Medienunternehmen stellt, ist es, crossmediale Inhalte und Kampagnen zu entwickeln und ihre Darstellung und wirtschaftliche Verwertung in den Griff zu bekommen. Die HUP AG ist der Komplettlösungsanbieter in deutschsprachigen Ländern schlechthin und bietet ein System, das in der Lage ist, diese Aufgaben zu übernehmen: Es deckt vom Auftragsmanagement über den Abonnentenvertrieb bis hin zur Verarbeitung von redaktionellen Inhalten alles ab. Sein Crossmedia-Auftragsmanagementsystem ist das ideale Werkzeug für einen Verlag zur geschäftlichen und produktionstechnischen Verarbeitung aller Arten von Medieninhalten. Ganz gleich ob es sich um Printprodukte, Online-Werbung, Außenwerbung oder Radio- und Fernsehwerbung handelt, das Auftragsmanagementsystem der HUP AG ist ideal für jeden Ausgabekanal geeignet.

Eine weitere Herausforderung besteht für die Verlage darin, ein effektives Geschäftspartnermodell zu betreiben. Alle Module des Verlagssystems der HUP AG laufen auf einer gemeinsamen Datenbank. Das bedeutet, ein Geschäftspartner existiert nur einmal im System und hat verschiedene Rollen. Jeder Partner kann gleichzeitig Abonnent, Anzeigenkunde, Agentur- oder Leserreisenverwaltungskunde sein – die Rollen definiert der Verlag. Ein ausgefeiltes Kundenmanagementsystem mit Kampagnenmanagement und Prozesssteuerung sowie ein Geo-Informationssystem sind zusätzliche Features, die allen Bedürfnissen eines Verlages gerecht werden.

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