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Statement von Jim Chisholm zu den Where NEWS?-Reports 9 und 10
Tue, 2009-04-07 00:00 — WAN-IFRA
- Article ID:
- 8239

Das Riepl’sche Gesetz, ein zentraler Aspekt des ausge
Heutzutage ist bei der Interpretation dieses Gesetzes jedoch gewisse Vorsicht geboten, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen hoben sich neue Medien in der Vergangenheit hinsichtlich Zielsetzung, Inhalten und Konsummustern stärker von den etablierten Medien ab, während viele Zeitungen bis vor Kurzem bemüht waren, ihre Print-Inhalte eins zu eins auf Online zu übertragen. Der Unterschied liegt also in einer mangelnden Differenzierung.
Die Schuld hierfür liegt in der missbräuchlichen Ver
Der zweite Punkt, warum im Hinblick auf das Riepl’sche Gesetz Vorsicht geboten ist, ist die Tatsache, dass die Auflagenzahlen, wie das Strategiepapier von Horst Pirker et al. zurecht erwähnt, bereits seit Mitte der 80er Jahre zunehmend unter Druck geraten sind, also bereits weit vor dem Aufstieg des Internets. Der Grund für diese Ent
Preisgestaltung und tägliche Erscheinungsweise sind Punkte, die immer enger in Beziehung stehen. In den USA setzen manche Zeitungen die Belieferung mit Abonnement-Exemplaren an manchen Tagen aus. Genau betrachtet haben diese jedoch mit dem Vertrieb von Exemplaren sowieso kein Geld erwirtschaftet (wenn die Kosten für die Abonnementverwaltung und die Zustellung ohnehin höher waren als die damit generierten Einnahmen). Doch warum ist dem so? Weil die US-Zeitungen, gemessen am Wohlstand ihrer Leser, die billigsten der Welt sind. Nächste Frage: In welchen europäischen Ländern sind die Preise der Zeitungen am deutlichsten zu niedrig angesetzt? In Luxemburg, Großbritannien, Schweden und Deutschland. Meine Botschaft lautet: Wenn Sie kein Vertrauen in Ihren Zeitungspreis haben, verzichten Sie darauf!
Doch trotz alledem gibt es durchaus Grund für Optimismus. Zum einen machen Gratiszeitungen inzwischen mehr als 20 Prozent der Auflagenzahlen in Europa aus und ver
Was die Arbeit von Horst Pirker et al. ebenfalls unter
Ein weiterer Grund für Optimismus ist die Tatsache, das die Lektüre von Druckerzeugnissen ebenfalls im Steigen begriffen ist. Der Buchabsatz in Frankreich ist im Januar um 2,4 % gestiegen und die Erlöse aus dem Buchgeschäft um 4 %. In Deutschland ist der Absatz um 2,3% gewach
Im Bereich der digitalen Medien ziehen Zeitungswebsites oft ein Vielfaches der Leserschaft ihrer Printprodukte an – wobei die Leser natürlich nicht die gleiche Leseintensität aufbringen. Das wiederum bedeutet eine gewisse Heraus
Während der Rezessionen von 1991 und 2001 litt die US-Zeitungs
Dem Zeitungsmarkt in Deutschland, der 2002 besonders hart getroffen war, geht es ingesamt besser, doch die Veränderung im Hinblick auf die Struktur des Werbe
Die schlechte Nachricht ist, dass sich das Internet nachweislich negativ auf Printzeitungswerbung auswirkt. Die gute Nachricht ist, dass sich die Zeitungen, zumindest in den USA, endlich zur Wehr setzen und dass der Anteil der Zeitungen an der Online-Display- und -Rubrikwerbung in den letzten vier Jahren von 28 auf 40 Prozent gestiegen ist. Wo die Zeitungen noch intensiver tätig werden müssen, das ist im Bereich des Such-, Empfehlungs- und Trans
Ein Schwachpunkt der Zeitungen liegt darin, dass wir in der Krise überregieren und beim Wiederaufschwung nur unzureichend reagieren. Die Einschnitte, die wir vor
Keine Unterstützung für unser Vertrauen in die Zukunft sind die horrenden Bewertungen, die unsere Unternehmen durch gierige Banker erhalten – durch eben jene Leute, die uns überhaupt erst in diese Lage gebracht haben. In vielen Fällen sind die Aktienpreise um 85 bis 97 Prozent gefallen – und das bei Unternehmen, die nach wie vor mehr als 10 Prozent Gewinn erwirtschaften. Warum das so ist? Viele Unternehmen werden niedriger bewertet als ihr Netto
Heutzutage wird über unsere Branche zu viel von Leuten geschrieben und theoretisiert, die keine oder nur wenig Erfahrung mitbringen und denen die besten Ideen und Lösungen „unter der Dusche“ einfallen.
Die Arbeit von Horst Pirker (und seinen Mit-Autoren) liefert Einsichten auf der Grundlage eines Höchstmaßes an praktischer Branchenerfahrung gepaart mit einer soliden akademischen Studie realer historischer Erfahrungen. Es handelt sich um eine relevante Analyse und einen wich
