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Statement von Murdoch MacLennan zu den Where NEWS?-Reports 9 und 10

Tue, 2009-04-07 00:00 — WAN-IFRA

Article ID:
8240

Horst Pirker und seinen Mitautoren kann man zu ihrer Arbeit über die Zukunft der Zeitungen nur gratulieren – nicht nur weil diese eine wichtige potenzielle Zukunftsrichtung für unsere Branche aufzeigt, sondern auch weil Horst Pirker die Zeit findet, sich mit ernsthaften akademischen Studien zu beschäftigen, während er gleichzeitig ein großes Zeitungsunternehmen führt und Präsident der IFRA ist!

Die Kernaussagen betreffen die Diversität und das Streben nach alternativen geschäftlichen Ansätzen, sei es durch Produktdiversifizierung oder durch unterschiedliche Markt­zugänge. Die untersuchten Fallbeispiele bieten, wenn auch auf unterschiedlichem Erfolgsniveau, gute Ansatz­punkte für das Zukunftswachstum von Zeitungsunternehmen. Auch ist es richtig, neben dem Aufkommen digitaler und anderer Medien auf die Kontinuität von Print zu setzen.

Wir bei der Telegraph Media Group haben unser digitales Angebot im Internet und im Mobilbereich rasch ausgebaut. Doch wir haben auch unser Spektrum an Druckprodukten ausgeweitet und solide Gewinnströme mit Zusatz­produk­ten und Einzelhandelsverkäufen erschlossen.

Das war nicht immer ganz einfach. Es ist eine Sache, die eigene Geschäftsstrategie ändern und diversifizieren zu wollen. Und es ist eine andere, dies auch umzusetzen. Dies erfordert ein radikales Umdenken im Hinblick auf die Umverteilung von Mitarbeitern und Ressourcen. Von der kulturellen Aversion gegenüber dem Wandel in der Zeitungsbranche ist ja viel die Rede.

Unser Mitarbeiter fordern völlig zu Recht, dass wir unsere traditionellen Werte als Nachrichtenberichterstatter und -deuter wahren, doch das sollte man nicht mit der For­de­rung verwechseln, dass wir uns nicht dahingehend neu orientieren dürften, wie wir dies dem Kunden bereitstellen und welche Produkte, Marketingwege und Technologien wir hierzu einsetzen.

Unserer Erfahrung bei The Telegraph zufolge wachsen Leute – unter Voraussetzung der entsprechenden Chancen, Ressourcen und Schulungsmaßnahmen – mit ihren Herausforderungen. Und momentan ist die Zeit unserer größten Herausforderungen.

Im derzeitigen finanziellen Klima, wo die meisten Zeitungs­unternehmen unter dem Druck stehen, unter extrem schwierigen Wirtschaftsbedingungen weiterhin Gewinne zu erzielen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir uns nicht zu sehr auf uns selbst zurückziehen und zu eingeschränkt denken. Die Wirtschaft wird sich wieder erholen und damit werden sich neue Chancen auftun. Nun ist es an der Zeit, sich für die Zukunft zu rüsten. Die Beiträge von Horst Pirker zeigen auf, worin diese Zukunft liegt: mehr Kunden mehr Gründe zu bieten, mit uns ins Geschäft zu kommen, und unsere Mitarbeiter zu befähigen, zukunftsorientiert voranzugehen.

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