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Interview mit Noel C. McEvoy

Mon, 2010-11-15 10:10 — Charlotte Janis...

Article ID:
11515

IFRA Expo 2010

Die Krise hat Wifag zu einer gravierenden Restrukturierung gezwungen: Der Druckmaschinenbau wird eingestellt und das Geschäft auf Services und Dienstleistungen verlagert. Noel C. McEvoy, Director Sales bei Wifag, äußert sich dazu, wie Wifag sich künftig im Markt positionieren will.

WAN-IFRA: Welche konkreten Leistungen wird das Angebotsspektrum der Wifag für Zeitungsdruckereien künftig umfassen?

NOEL McEVOY: WIFAG bietet ihren Partnern und Kunden ein breites Spektrum an Service und Support. Dies beinhaltet klassische Serviceleistungen wie Ersatzeilservice, Reparaturen, Wartungsarbeiten und 24 Stunden Hotline, aber auch wertsteigernde Optionen wie Anlageoptimierungen, Retrofits und Ausbauten sowie Effizienz-, Qualitäts- und Flexibilitätssteigernde –Massnahmen. Ein Team von qualifizierten Spezialisten gewährleistet einen effizienten und professionellen Kundensupport.

Bezüglich „Einstellung Druckmaschinenbau“: Wir haben lediglich unsere Produktionskapazität in Bern an die Firma MALI verkauft bei welcher wir nach wie vor in gewohnter Qualität Komponenten fertigen lassen können.
Die Fertigungsmöglichkeiten im Konzern wie z.B. bei der Polytype in Freiburg bestehen natürlich weiterhin. Die Polytype fertigt ja seit Jahren Teile und baute auch Druckwerke für die WIFAG. Auch hat die Polytype in den letzten Jahren sämtliche Rollenwechsler der WIFAG gefertigt und montiert.
Ein Kunde dessen neue Installation mit 96 Farbwerken Ende August zu seiner vollen Zufriedenheit abgeschlossen wurde, hat bereits eine neue 32 seitige Anlage bestellt.
WAN-IFRA: Wifag war stets ein sehr innovatives Unternehmen: Haben Sie auch Ideen für ganz neuartige Services?

N. McEVOY: Mit Ausnahme der Fertigung wird die neue WIFAG einen wesentlichen Teil der bisherigen Leistungen unverändert anbieten können. Dabei wird der Schwerpunkt, neben einem untadeligen Service, auf Um- und Ausbauten sowie Retrofits liegen.

Ausserdem werden künftig wieder verstärkt Innovationen gefördert um den Lebenszyklus der bestehenden WIFAG Anlagen zu erweitern und ihre Effektivität und Flexibilität zu steigern.


WAN-IFRA: Die Liegenschaften in Bern wurden an MALI International verkauft und Möglichkeiten für die Weiterbeschäftigung eines Teils der Mitarbeiter ausgehandelt. Wohin wird Wifag mit ihren verbleibenden Mitarbeiter umziehen?

N. McEVOY: Die "neue WIFAG" wird ihren Sitz im Schweizerischen Freiburg bei der bisherigen Schwestergesellschaft Polytype haben. Damit wird die WIFAG-Polytype Gruppe mit ihren rund 800 Mitarbeitern der Synergie potential voll nutzen können.
Die Integration am neuen Standort erfolgt voraussichtlich in den kommenden 12 Monaten.

WAN-IFRA: Wie ist die Abwicklung der noch nicht vollständig abgeschlossenen Projekte geregelt?


N. McEVOY: Alle neuen Maschinen sind mehrheitlich ausgeliefert. Aktuell sind 7 Projekte in der Installationsphase in 5 unterschiedlichen Ländern. WIFAG erbringt die vereinbarten Leistungen zur vollen Zufriedenheit der Kunden.


WAN-IFRA: Was ist in Bezug auf zugesicherte Garantieleistungen, Ersatzteile usw. vorgesehen?


N. McEVOY:
Die Versorgung von Ersatzteile ist mit der Polytype sowie unseren bestehenden Lieferanten gesichert.


WAN-IFRA: Mit wie vielen Mitarbeitern starten Sie in das neue Geschäft und in welchem Radius wollen Sie tätig werden?

N. McEVOY: Die neue WIFAG startet mit zwischen 50 und 100 Mitarbeitern, abhängig vom Auftragseingang bis Ende 2010.

Zudem wollen wir festhalten, dass wir im Fall von grösseren Ausbauten, auf ehemalige Mitarbeiter in Frührente, Partner und die Ressourcen der Polytype Gruppe zurückgreifen können, um diese Projekte in gewohnter Qualität abwickeln zu können. Wir wollen in Zukunft flexibler auf die Marktschwankungen reagieren und haben begonnen uns so einzurichten.
Wir betreuen alle Kunden, die eine WIFAG Maschine betreiben. Das Leistungsangebot gilt unabhängig vom Maschinentyp und von der Maschinegeneration.
 

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