Mediengruppe Rheinische Post nimmt „Medienhaus der Zukunft“ in Betrieb
Tue, 2010-10-26 14:44 — Charlotte Janis...
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Mit rund 500 geladenen Gästen, darunter der Oberbürgermeister von Düsseldorf, Dirk Elbers, und der BDZV-Präsident, Helmut Heinen, feierte die Mediengruppe Rheinische Post am 25. Oktober 2010 die offizielle Inbetriebnahme der Erweiterung ihrer Zeitungsdruckerei in Düsseldorf-Heerdt mit einer großen Party. Über 40 Millionen Euro wurde in den Ausbau der Rheinisch-Bergischen Druckerei (RBD) investiert, die damit, wie Matthias Tietz, Geschäftsführer der RBD es formulierte „ins 21. Jahrhundert des Zeitungsdrucks aufgebrochen“ ist.

Auf dem Foto von links: Sven Gösmann, Chefredakteur; Dr. Karl Hans Arnold, stellv. Vorsitzender der Mediengruppe RP; Dirk Elbers, Oberbürgermeister von Düsseldorf; die Moderatorin; Clemens Bauer, Vorsitzender der Mediengruppe RP; und Matthias Tietz, Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Druckerei.
Clemens Bauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH, begrüßte die Gäste auf dem „multimedialen Marktplatz“:

Clemens Bauer (links) stellt die Multimedialität der Gruppe heraus.
Auf vier Bühnen mit großen Videoleinwänden demonstrierte das Unternehmen seine Multimedia-Kompetenz: Lokalfernsehen und -radio, Internet-Portal und nicht zuletzt die gedruckte Zeitung. „Die Zukunft der Zeitung liegt im Qualitätsjournalismus und in hervorragender Präsentation“, sagte Bauer. dazu zähle in erster Linie der Inhalt, aber auch die Aufmachung. Deshalb investiere die Mediengruppe in zukunftsweisende Drucktechnik, die in ihrer besonderen Qualität Lesern wie Anzeigenkunden zugute komme. Er bezog sich damit auf die neue Cortina-Rotationsanlage, die mit der Wasserlos-Offset-Technologie für das Druckzentrum neue Maßstäbe in der Qualität setzt.
Oberbürgermeister Elbers, der, wie er sagte, seinen Tag stets mit einer Tasse Tee und der Rheinischen Post beginnt, würdigte das Bekenntnis der Mediengruppe zum gedruckten Wort und zur Landeshauptstadt als Medienstandort. Ihn oblag es auch, den Startknopf für die symbolische Inbetriebnahme der Druckanlage zu drücken – was die Gäste vom Festzelt aus per Video-Großleinwand verfolgen konnten.

Im Bild von links: OB Elbers, Moderator, Dr. Arnold und Clemens Bauer.
Der Chefredakteur der Rheinischen Post, Sven Gösmann, freut sich nicht nur über eine erhöhte Attraktivität der Zeitung durch verbesserte Bild- und Anzeigenqualität, sondern auch über ein Zeitgeschenk von einer halben Stunde, das dem Redaktionsschluss und damit der Aktualität zugute kommt.
Die neue Cortina-Drucklinie, die eine vorhandene Commander-Rotation ergänzt, umfasst vier kompakt gebaute 4/2-Achtertürme mit automatischem Plattenwechsel, ausgelegt für Papierbahnbreiten bis 1400 mm und einem Zylinderumfang von 1020 mm. Die Produktionsgeschwindigkeit liegt bei 40.000 Zeitungen pro Stunde. Als bemerkenswerte Eigenschaften der neuen Rotation die im Wasserlos-Offsetdruckverfahren produziert, wurden ihre Umweltfreundlichkeit und Druckqualität hervorgehoben.

Blick auf die Cortina im Düsseldorfer Druckzentrum.
„Wir können heute Produkte drucken, die früher im Akzidenzdruck produziert wurden“, erklärte Matthias Tietz, der diverse hochwertige Druckmuster mit Rasterfeinheiten bis 70 Linien pro Zentimeter zeigte. Dazu werden unterschiedlichste Papierqualitäten auf ihre Eignung getestet, auch gestrichene Papiere können verarbeitet werden.

Matthias Tietz präsentiert verschiedene Druckmuster. Auf der Videoleinwand in vergrößerter Darstellung.
Längst ist das Druckhaus nicht mehr nur eine reine, dem Verlagshaus angegliederte Zeitungsdruckerei. Wie der Geschäftsführer erklärt, werden heute schon ca. 40 Prozent Fremdaufträge produziert – und dieser Anteil soll auf 50% weiter steigen. Auch im Bereich der Vorstufe erwirbt man sich das nötige Knowhow im Druckhaus, das bisher auf Verlagsseite angesiedelt war. Als Druckdienstleister aufzutreten verlangt, so Tietz, ein neues Denken und viel Flexibilität, denn anders als bei der Zeitung, ist kein Fremdauftrag wie der andere. Mit der entsprechenden Einstellung und Ausrüstung sieht man sich in Düsseldorf dafür bestens gerüstet.
